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Fokus: Leasing-Angebote richtig vergleichen – 8 einfache Regeln für Unternehmen

1. Vergleichen Sie nicht die Summe aller Zahlungen.

Der einfachste Weg Angebote zu vergleichen ist die Aufsummierung und Gegenüberstellung aller anfallenden Kosten. Einfach heißt jedoch nicht immer richtig. Ein derartiger Vergleich berücksichtigt keine zeitlichen Effekte des Zahlungsstroms. Einfach ausgedrückt: Geld das Sie später bezahlen müssen, können Sie bis dahin anderweitig einsetzen - etwa um Umsätze zu generieren oder auf dem Bankkonto Zinsen abzuwerfen. Diese zeitlichen Effekte gehen bei der Gesamtkostenbetrachtung verloren. Daher ist eine Gesamtkostenbetrachtung sicherlich ein guter Indikator, jedoch kein Präzises Vergleichsinstrument. Wesentlich präziser ist hier schon der immer noch relativ einfach realisierbare Vergleich der Effektivverzinsung der Finanzierung. Ein Gutes hat das Vorgehen jedoch dennoch: Auf diese Weise führt sich der Entscheider alle anfallenden Kosten, inkl. Bearbeitungskosten und sonstigen Nebenkosten, vor Augen. Eine absolute Grundvoraussetzung für jeden plausiblen Vergleich – auch für die Effektivzinsen.

2. Vergleichen Sie keine Leasingfaktoren

Der Vergleich von Leasingfaktoren (Verhältnis aus Rate zu Nettoanschaffungswert) ist beliebt weil einfach. Dabei wird nicht berücksichtigt, ob ein Angebot möglicherweise eine höhere Anzahlung, längere Laufzeit oder höheren kalkulierten Restwert besitzt – all das verringert die Rate und somit den Leasingfaktor. Auch eventuelle Zusatzleistungen (Versicherungen, Service-Verträge) werden nicht berücksichtigt. Auch Leasingfaktoren sind somit höchstens ein Indikator – im Detail jedoch sehr unpräzise. Übrigens: Leasingfaktoren sind rein relative Größen. Damit machen Sie bei relativen Operationen durchaus Sinn: So kann man sich etwa schnell überschlagsmäßig errechnen, wie sich die Leasingrate verändert, wenn der Anschaffungspreis höher oder niedriger ist.

3. Vergleichen Sie immer auf der gleichen Basis

Es leuchtet schnell ein, dass man ein Angebot für ein Fahrzeug mit einer Laufleistung von 50.000 km nicht mit einem Angebot, das lediglich 15.000 km berücksichtigt, vergleichen sollte. Nicht unmittelbar ersichtlich und dennoch richtig: Vergleichen Sie immer auf Basis eines verhandelten Barpreises – denn dies ist der Preis, denn auch die Leasinggesellschaft zahlt. Dazu ein Beispiel: Beim Händler erhalten Sie für ein Neufahrzeug mit Listenpreis von 40.000 EUR ein Leasing-Angebot mit einem Effektivzins von 0 %. Sie zahlen über die Vertragslaufzeit 40.000 EUR. Nun verhandeln Sie einen Kaufpreis bei Barzahlung von 35.000 EUR. Eine freie Leasinggesellschaft unterbreitet Ihnen Angebot mit einem Effektivzins von 5 %. Dieser ist nur auf den ersten Blick höher als der einer Null-Finanzierung. Da das Fahrzeug einen tatsächlichen Kaufpreis von 35.000 EUR aufweist, ist im Händler-Angebot eine versteckte „virtuelle“ Anzahlung von 5.000 EUR enthalten, die nicht im Zins berücksichtigt wird. Tut man dies, wird der Effektivzins von 5 % schnell überschritten.

4. Ist die Ratenstaffelung gleich?

Nach dem Prinzip „spätere Zahlungen sind besser als frühere“ beeinflusst natürlich auch der Zahlungszeitpunkt den Effektivzins. Zahlen Sie die Rate im Voraus (vorschüssig) oder im Nachhinein (nachschüssig)? Zahlen Sie monatlich, pro Quartal oder sogar halbjährlich? Beziehen Sie diesen Faktor in Ihren Vergleich ein. Erfahren Sie mehr im zweiten Teil – auf leasingo.de